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Sonntag, 24. März 2013

Zum Sonntag

In notwendigen Dingen: Einheit.
In fraglichen Dingen: Freiheit.
In allen Dingen: Liebe.
(Augustinus Aurelius)

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Einander anhören

Aus der Demokratie wird nichts,
wenn wir nicht bereit sind,
die andere Seite anzuhören.

Wir schlagen vor der Vernunft die Tür zu,
wenn wir unsere Gegner nicht anhören wollen
oder wenn wir nach der Anhörung unseren Spott mit ihnen treiben.

Wird Intoleranz zur Gewohnheit,
dann kann es so weit kommen,
dass wir die Wahrheit verfehlen.

Wohl müssen wir in den Grenzen,
die unserer Erkenntnis von Natur aus gezogen sind,
furchtlos handeln gemäß der Einsicht, die uns geschenkt wurde;
zugleich aber müssen wir unseren Geist offenhalten und
stets zu dem Eingeständnis bereit sein, dass, was wir für Wahrheit hielten,
sich als Unwahrheit herausgestellt hat.

Diese Offenheit des Geistes stärkt in uns die Wahrheit
und löst die Schlacken von ihr ab, in denen sie allenfalls steckt.

(Mahatma Gandhi, Harijan)

Sonntag, 30. September 2012

Weniger ist mehr

Als ich mich zum Minimalisten entwickelte,
fand ich mehr Zeit, für die Dinge, die ich liebe.

Als ich mich zum Minimalisten entwickelte,
hatte ich mehr Geld für wertvolle Dinge.

Als ich mich zum Minimalisten entwickelte,
hatte ich mehr Energie, mich um Dinge von bleibendem Wert zu kümmern.

Als ich mich zum Minimalisten entwickelte,
konnte ich mich besser auf Dinge konzentrieren, die wirklich Sinn machen.

Als ich mich zum Minimalisten entwickelte,
fand ich günstigere Gelegenheiten, mein volles Potenzial auszuschöpfen.

(Joshua Becker, www.becomingminimalist.com)

Sonntag, 16. September 2012

Denkanstoß zum Sonntag: Joseph von Eichendorff


Aktenstöße nachts verschlingen,
Schwatzen nach der Welt Gebrauch,
Und das große Tretrad schwingen
Wie ein Ochs, das kann ich auch.

Aber glauben, dass der Plunder
Eben nicht der Plunder wär,
Sondern ein hochwichtig Wunder,
Das gelang mir nimmermehr.

(Joseph von Eichendorff)

Sonntag, 9. September 2012

Becoming me: Eine Schöpfungsgeschichte



"Dies ist die einfachste und köstlichste Art uns daran zu erinnern, dass das Göttliche jederzeit in uns leuchtet und dass 'wir' letztendlich 'ich' sind." ~Jack Kornfield

via www.becomingme.com - auch als Buch bei Amazon
(sehr gut zu verschenken)

Sonntag, 2. September 2012

Wachstumsprozesse

Betrachte dein Inneres
als eine Landschaft
da gibt es verschiedene Wachstumsprozesse
verschiedene Stimmungsbilder
verschiedene Reifegrade

Nimm dich einfach wachsam wahr
ohne dich zu bewerten
trau deinem Wachstumspotenzial

(Pierre Stutz)

Sonntag, 29. Juli 2012

Einladung zu neuem Leben

Wir brauchen nicht so fortzuleben,
wie wir gestern gelebt haben.
Macht euch nur von dieser Anschauung los,
und tausend Möglichkeiten
laden uns zu neuem Leben ein.
Christian Morgenstern

Sonntag, 22. Juli 2012

Beruhige dein Herz

Hetzen kommt von hassen.
Es ist gut, sich immer wieder zu fragen:
Warum laufe ich eigentlich so schnell?
Was will ich alles erledigen?
Warum hetze ich mich?
Hetze ich mich, weil ich mich hasse?
Oder laufe ich so schnell,
weil ich zuviel auf einmal will?
Aber was will ich wirklich?
Was ist meine tiefste Sehnsucht?

*****

Ruhig kann keiner werden,
der nicht bereit ist,
sich der eigenen Wirklichkeit
zu stellen.

*****

Auch wenn um dich herum
Hektik und Unruhe herrschen:
Wenn du in deiner Mitte bist,
dann nimmst du die Hetze zwar wahr,
aber du lässt dich nicht davon anstecken.

(Anselm Grün)

Sonntag, 10. Juni 2012

Machen Sie 5 Minuten Pause. Im Wald. Jetzt gleich.

Meine Entdeckung der Woche habe ich im Persönlichkeits-Blog gemacht: Roland Kopp-Wichmann schreibt darüber, wieso 5 Minuten Spazierengehen im Wald den Blutdruck und den Puls senken und das Stresshormon Kortisol verringern.

Und das Faszinierende ist: Man braucht gar keinen richtigen Wald (obwohl das natürlich schöner ist). Ein Wald bei Youtube tut es auch.

Da ich regelmäßig meditiere, habe ich schon geahnt, dass es funktioniert. Und als ich es ausprobiert habe, war es ein schöner Kurzurlaub für 10 Minuten. (So lange läuft das Video). Ich kann nur sagen: eine Entspannungsübung, die absolut bürotauglich ist.

Probieren Sie es hier gleich selbst aus (am besten mit Vollbild):



Das Video stammt von Johnnie Lawson, der bei Youtube eine ganze Sammlung von Entspannungsvideos veröffentlicht hat. Schöner Fundus!

Schönen Sonntag.

Sonntag, 27. Mai 2012

Die Fragen lieb haben

„(…) und ich möchte Sie, so gut ich es kann bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Ihrem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben, wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer fremden Sprache geschrieben sind. Forschen Sie jetzt nicht nach den Antworten, die Ihnen nicht gegeben werden können, weil Sie sie jetzt nicht leben könnten. Und es handelt sich darum, alles zu leben. Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antworten hinein.“
Rainer Maria Rilke

Sonntag, 20. Mai 2012

Du hast Augen im Kopf

Du hast Augen im Kopf, damit du dich nach allen Seiten umschauen kannst.

Entdeckst du irgendwo Schmutz, so wasche ihn ab. Siehst du etwas vertrocknen, so lass es wieder grün werden.
 
Hättest du keine Augen, wäre dein Verhalten zu entschuldigen. Aber du hast ja welche. Warum also schaust du dich mit ihnen nicht um?

Sonntag, 13. Mai 2012

Ehrfurcht

Geh langsam, geh langsam,
dass dein Fuß auf keinen Käfer trete,
er ist dein Bruder.

Geh langsam, geh langsam,
dass dein Auge die fleißige Biene schaue,
sie ist deine Schwester.

Geh langsam, geh langsam,
dass deine Seele den Wind spüre,
er ist dein Schöpfergeist.

Geh langsam, geh langsam,
dass deine Nase die Erde rieche,
sie schenkt dir Leben.

Geh langsam, geh langsam,
dass dein Ohr das Lied der Vögel höre,
sie sind deine Geschwister.

Geh langsam, geh langsam,
dass dein Mund die Süße schmeckt
und das Lob der Schönheit singt.

Geh langsam, geh langsam,
dass deine Hand der ganzen Welt winke
und ihr euch liebend begegnet.
Maria Sassin

Sonntag, 6. Mai 2012

Über die reine Wahrheit und über andere Wahrheiten

Manche tun so, als hätten sie mit der Wahrheit die Taschen voll und brauchten sie nur so weiterzugeben, die »reine Wahrheit«, wie sie meinen. Mir geht es so, dass ich vorsichtig werde, wenn ich Menschen treffe, die meinen, »die« Wahrheit verkünden zu können. Sie berufen sich auf das, was sie gerade gelesen oder studiert, gehört oder anvertraut bekommen haben. Aber andere haben etwas anderes gelesen, anderes studiert, anderes gehört oder anvertraut bekommen. Manche sagen, die Wahrheit liegt dann wohl in der Mitte. Aber das ist wirklich nicht immer so. Pablo Picasso, der bildende Künstler aus Spanien, sagt: »Gäbe es immer nur eine Wahrheit, könnte man von einem Thema keine hundert Bilder machen.«
 
Sie schillert also oft, die Wahrheit. Es gibt sie von ein und demselben Gegenstand in mehreren Ausgaben. Das hilft uns: Wir müssen nicht mehr jedem nachlaufen, der sagt, er habe sie gepachtet.
 
Wolfgang Fietkau

Sonntag, 22. April 2012

Hoffnung

Hoffnung
Verspricht und hält
Wurzelstarke Wünsche
Im Zauber des Frühlings eine
Hoffnung
Verheißt und formt
Im wissenden Wortknüpfen
Paradiesteppiche
Hoffnung
Ermöglicht und klärt
Das Wachstum unserer Schöpfung
Im Menschen
Hoffnung
Ist das Geschenk der Urmutter
An das fragende, mutige, mündige Kind
Im Garten seines Lebens
Waltraud Weiß

Freitag, 6. April 2012

Inspiration zum Karfreitag

Wir müssen damit aufhören,
den Dunkelheiten des Lebens auszuweichen.
 
Wir müssen mit der Gewohnheit brechen,
sie zu verbergen, sie zu verdrängen, ihnen auszuweichen.
 
Es ist unumgänglich,
sie als festen Bestandteil des Alltags zu integrieren.
 
Ansonsten schwimmen wir immer an der Oberfläche,
wie tote Fische, denen es nicht mehr möglich ist,
den Grund des Stromes aufzusuchen.
 
Schwimmen können wir alle.
Aber den Grund erreichen wir nur durch Tauchen.

Sabine Heuser

Sonntag, 1. April 2012

Hazrat Inayat Khan: Was sollte der Mensch tun?

Der Mensch ist nicht auf dieser Erde, um ein Engel zu sein. Er braucht nicht den ganzen Tag in der Kirche zu beten oder in die Wildnis zu gehen. Er braucht nur das Leben besser zu verstehen. Er muss lernen, eine gewisse Zeit des Tages freizuhalten, um über sein eigenes Leben und Handeln nachzudenken.

Er sollte sich fragen: »Habe ich mich heute anständig verhalten?
Habe ich meine Möglichkeiten ausgeschöpft?«
Hazrat Inayat Khan

Sonntag, 25. März 2012

Die Mutter aller Tugenden

Ich möchte zwar alle Tugenden haben,
doch nichts wünsche ich mir mehr,
als dankbar zu sein und diesen Eindruck
auch nach außen hin zu erwecken.
 
Diese Tugend ist nicht nur die höchste.
Sie ist sogar die Mutter aller Tugenden.
~Marcus Tullius Cicero

Sonntag, 18. März 2012

Leere Hände und ein liebevolles Herz

Mit leeren Händen und einem liebevollen Herzen sind wir auf alles vorbereitet, was uns begegnen kann.
~Leo Babauta

P.S.:
Leo Babauta betreibt das Blog Zenhabits. Das Zitat oben habe ich dem Artikel Empty-Handed, Full-Hearted entnommen. (Deutsche Übersetzungen etlicher Artikel von Leo Babauta gibt es übrigens auf 52wege.de und bei zen monkey.)

Sonntag, 11. März 2012

Kreuzung

Was willst du machen aus deinem Leben,
was willst du werden, es steht dir frei:

Ein wandelnder Terminkalender,
ein Kerzenleuchter für das Fest,
ein Briefbeschwerer ganz aus Eisen,
ein Aschenbecher für den Rest?
Ein Aktendeckel mit Rezepten,
ein Hut, ein Lied, ein Zirkuszelt,
ein Gläschen Wein, ein Sofakissen,
ein Stückchen Himmel auf der Welt?

Was willst du machen aus deinem Leben,
was willst du werden, es steht dir frei...

Sonntag, 4. März 2012

Mit Zündstoff

Sei gefasst –
es kann dir Hals und Kragen kosten,
Mark und Bein,
wenn du die Träume lebst,
die du seit jeher hattest!
Nein –
es wird nicht sein wie früher,
anders wird es werden.
Niemand löscht ein Feuer,
das dich mittendurch entzündet,
keiner bremst
den Zug bei voller Fahrt.
Vreni Merz